Am 14.01.2012 wurde auf unserer Mitglederversammlung das "Bedingungslose Grundeinkommen" für alle Tauschringmitglieder beschlossen. Jedem Mitglied werden ab sofort 2 Stunden pro Monat auf dem Talentekonto gutgeschrieben.
Wir wagen den Versuch im Tauschring das Bedingungslose Grundeinkommen(BGE)* einzuführen.BGE in einen Tauschring einzuführen ist ein spannendes Experiment. Denn wo denn sonst als so kleinen Wirtschaftskreis kann man dieses Experiment wagen und auf die Praxistauglichkeit testen. Außerdem wird dieser Versuch sicher viele Menschen neugierig machen und so werden wir neue Mitglieder gewinnen, die den Tauschring wieder attraktiver machen werden.
Als Grundversorgung erhält jedes Mitglied ein monatliches Grundeinkommen von 2 Stunden. Das Grundeinkommen wird durch die Umlaufsicherung finanziert. Das Gemeinschaftskonto wird zur Finanzierung solange ins Minus geführt. Wir streben eine Testphase von bis zu zwei Jahren an. Das Grundeinkommen soll im Tauschring für mehr Tauschnachfrage sorgen und sich dadurch selber rechnen. Das Grundeinkommen wird einmal jährlich geprüft und bei Erfolg erhöht.
*Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist ein sozialpolitisches Finanztransfermodelin dem jeder Bürger unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage von der Gemeinschaft eine gesicherte, festgelegte und für jeden gleiche finanzielle Zuwendung erhält, für die keine Gegenleistung erbracht werden muss.
Hier erreicht ihr uns persönlich:
Info für Neue + Markttag jeden 1. Samstag im Monat Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Str. 9 S-Bahnstation Heimfeld Beginn: Info-Vortrag um 15 Uhr Markttag um 15.30 Uhr
Bürotisch an den anderen Samstagen von 11–12 Uhr in der Bücherhalle Harburg
Jeden Samstag von 15 -17 Uhr im Umsonstladen Heimfeld Nobleestraße 13a
weitere Infos über post@umsonstladen-harburg.de
oder 040/ 55 61 02 08
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Ein Sonntag auf dem Land – Harburger Umsonstladen besucht Flüchtlingslager in Horst
Am 27. November machte sich eine Gruppe von ehrenamtlich im Umsonstladen Harburg Engagierten auf den Weg ins Flüchtlingslager Horst. Im Gepäck zahlreiche Spenden, die speziell für diesen Zweck gesammelt worden waren. Aus den Erfahrungen aus dem Vorjahr war besonders darauf geachtet worden neben warmer Kleidung für den Winter auch Spiele, Malutensilien und Kinderspielzeug mitzunehmen. Der kleine Konvoi erreichte nach einstündiger Fahrt das Lager, das sich in einer ehemaligen Kaserne etwa 70 Kilometer östlich von Hamburg, zwischen Lauenburg und Boizenburg befindet. Schnell bildete sich eine Menschentraube um die Autos und die aufgebauten Tische. Die mitgebrachten Dinge schienen bitter nötig, vor allem Hosen, Schuhe und warme Jacken fanden in Windeseile neue Besitzerinnen und Besitzer, Kinder zogen glücklich mit dem ein oder anderen Stofftier oder einem Malbuch davon, Blusen, Hemden, Pullover, alles fand Abnehmerinnen und Abnehmer. Trotz fehlender Verständigungsmöglichkeiten herrschte eine nette Atmosphäre. Es wurde viel gelacht: über zu große Hosen, die dann wieder zurückgelegt wurden oder auch einfach über die Situation, die zwischendurch an eine „Schlacht am kalten Büffelt“ erinnerte. Vielleicht war es sogar dieses Lachen, das eines der größten Mitbringsel war. |